Kupfersulfat

Kupfersulfat - auch Teil des Blauwassernagel.

Das Kupfersalz der Schwefelsäure wird Kupfersulfat genannt. Es handelt sich um einen farblosen und unbrennbaren Feststoff, der sehr gut wasserlöslich ist. Es gibt auch wasserhaltige Kupfersulfate (zum Beispiel das Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat), die dann den typischen blauen Farbton haben.

Kupfersulfat ist Teil der Blauwassernägel

Kupfersulfat ist auch Teil der Blauwassernägel, die als erprobtes Mittel gelten, um Bäume absterben zu lassen. Natürlich kann Kupfersulfat aber auch ohne die Nägel direkt eingesetzt werden. Es soll Baumstümpfe einfach zerfallen lassen, benötigt aber drei bis zwölf Monate zum wirken. Früher wurde Kupfersulfat auch genutzt, um Rohre zu reinigen, eben wegen seiner Fähigkeit Bakterien abzutöten. Allerdings lässt es Rohre auch erodieren. Moderne Kunststoffrohre halten Kupfersulfat allerdings besser aus als die alten Rohre. Wegen seiner Eigenschaft gegen Bakterien kann Kupfersulfat auch verwendet werden, um Baumstümpfe schneller verrotten zu lassen. Es ist allerdings eine ziemliche Belastung für die Umwelt. Es sollte also beim Thema Baumstumpf entfernen nicht die erste Wahl sein, sondern nur mit Bedacht eingesetzt.

Kupfersulfat einsetzen

Am effektivsten ist es, wenn in den Baumstumpf Löcher gebohrt werden. Diese sollten ca. 15 Zentimeter tief sein, gerne auch noch tiefer. In diese Löcher muss das Kupfersulfat eingebracht werden (vorher in Wasser auflösen). Es dauert allerdings eine Weile, bis das Kupfersulfat seine volle Wirkung entfaltet, der Stumpf morscher wird.

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Weitere Einsatzmöglichkeiten von Kupfersulfat

Kupfersulfat eignet sich nicht nur zum Baumstumpf entfernen. Es gibt noch zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten für diese chemische Verbindung. Die Liste ist sicherlich nicht vollständig, gibt aber einen Einblick in die mannigfaltigen Einsatzmöglichkeiten. Kupfersulfat wird übrigens nicht nur eingesetzt, um Baumstümpfe absterben zu lassen, sondern auch um Holz zu konservieren.

Kupfersulfat Pool

In Kombination mit Ammoniumsulfat wird Kupfersulfat gegen Algen in Schwimmbädern eingesetzt. Es soll die Bildung von Algen verhindern, es ist nicht dazu geeignet Algen wieder verschwinden zu lassen. Wird Kupfersulfat beim Wasser überdosiert kann dies übrigens zu einer Verfärbung von Haaren führen.

Kupfersulfat zum Färben

Im Mittelalter wurde Kupfersulfat auch zum Färben genommen. Gemeinsam mit Färberwau (auch bekannt als Reseda oder Gelbkraut) sorgte es für einen goldgelben Farbton.

Zum Bekämpfen von Pilzerkrankungen

Kupfersulfat wird als Teil der Bordeauxbrühe (eine Mischung eben aus Kupfersulfat und auch Kalkmilch) genutzt, um im Weinbau Pilzerkrankungen zu bekämpfen.Gerade gegen Mehltau ist das ein erprobtes Mittel.

Kupfersulfat Pferd

In Verbindung mit Zinkpaste wird Kupfersulfat auch bei Strahlfäule beim Pferd eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung des Hufs.

Nachweis von Wasser

Eine ebenfalls interessante Anwendungsmöglichkeit ist der Nachweis von Wasser durch Kupfersulfat. Dieser Stoff ist eigentlich farblos. Erst durch die Einlagerung von Kristallwasser färbt sich der Stoff blau.

Kristallzüchten

Insbesondere in der Schule wird Kupfersulfat gerne genutzt, um Kristalle zu züchten.

Kupfersulfat Pentahydrat

Die wasserfreie Form von Kupfersulfat ist weiß bzw. farblos. Kupfersulfat Pentahydrat hingegen ist blau. Kupfer(II)-sulfat Pentahydrat bildet blaue Kristalle nach dem triklinen Kristallsystem. In der Natur kommt es im Mineral Chalkanthit vor.

Medizin

Die paramagnetische Eigenschaft von Kupfersulfat macht die Nutzung als Kontrastmittel in der Magnetresonanzspektroskopie (NMR) möglich. Da Kupfersulfat unangenehm bitter schmeckt (es ist auch nicht ganz ungiftig) wurde es früher auch als Brechmittel eingesetzt.