Baumstumpf entfernen Salz

Einen Baumstumpf kann man auch mit Salz entfernen bzw. abtöten. Dafür sind verschiedene Salzarten geeignet. Dieses sollte zwar den Baumstumpf abtöten und für eine schnelle Verrottung sorgen aber die Umgebung nicht schädigen. Geeignet ist daher ein Steinsalz oder auch Bittersalz. Für die Methode benötigt man aber etwas Zeit. Bis das Salz anschlägt und die Baumwurzel vollständig abgetötet hat, können sechs Wochen bis mehrere Monate vergehen. Erst dann kann die Verrottung des störenden Baumstumpfes endgültig beginnen und man kommt dem eigentlichen Ziel, der Entfernung des Stumpfes aus dem Garten einen deutlichen Schritt näher.

Wenn die Baumwurzel noch lebt hilft Salz

Mit Salz geht man dann ran, wenn der Baumstumpf noch lebt und auch neue Triebe produziert. Diese müssen abgetötet werden, denn sonst wachsen sie weiter und der Baumstumpf verrottet nicht oder nur sehr langsam. Der Baumstumpf ist zwar halb tot, wird aber nicht von alleine verschwinden.

Mit Salz abtöten und Verrottung beschleunigen

Um den Baumstumpf also dauerhaft zu entfernen bzw. zumindest das Verrotten zu beschleunigen, sollte er mit dem Salz abgetötet werden. Dafür wird der Baumstamm mit Salz durchsetzt.

Hierfür benötigt man Bittersalz oder Steinsalz. Dieses sollte keine zusätzlichen Inhaltsstoffe haben, die die Umgebung schädigen würden.

Vorarbeiten Baumstumpf entfernen mit Salz

Mit einer Bohrmaschine nun Löcher in den Baumstumpf bohren. Diese dienen dazu, dass das Salz tief und gleichmäßig eindringen kann. Die ideale Tiefe der Bohrlöcher beträgt etwa 20 bis 30 Zentimeter (das kommt natürlich auch darauf an, wie große der zu entfernen Baumstumpf ist). Sie sollten etwa ein bis 2,5 Zentimeter auseinander liegen. Je tiefer man bohren kann, um so besser ist es. Denn dann kann die Salzlösung bis zu den Wurzeln vordringen.

Alternative: Vertiefungen statt Löcher für das Salz schlagen

Wer keine Bohrmaschine bzw. keinen Bohrer hat, der lang genug ist, kann auch eine Axt zur Hand nehmen, um entsprechende Vertiefungen in den Stamm zu schlagen. Oder man nimmt die Motorsäge.

Es gibt auch Baumstümpfe, bei denen sind noch weitere verzweigte Wurzeln dicht an der Oberfläche zu sehen. Auch hier sollte angebohrt werden und die Löcher mit Salz gefüllt werden.

Löcher im Stumpf mit Salz füllen und versiegeln

Nun die Löcher mit Salz auffüllen. Allerdings nicht randvoll, es muss etwas Platz nach oben bleiben, damit die Löcher auch verschlossen werden können. Dies geschieht am besten mit Wachs. Um die Löcher zu versiegeln reicht also eine Kerze. Einfach anzünden und flüssiges Wachs in die Löcher tropfen lassen.

Lichteinfall mit Plastikplane verhindern

Am Ende sollte man den Baumstumpf noch mit einer dunklen (nicht lichtdurchlässigen) Plastikplane bedecken. Das beschleunigt den Vorgang noch einmal und sorgt dafür, dass kein Licht vorhanden ist, das das Entstehen neuer Triebe begünstigen würde.

Kein normales Kochsalz zum abtöten nehmen

Um den Baumstumpf zu entfernen sollte man auf gar keinen Fall normales Kochsalz verwenden. Denn dies schädigt nicht nur den übrig gebliebenen Baumstumpfen und seine Wurzeln, sondern auch das Erdreich um den Stumpfen herum.

Diese Salzarten werden genutzt um eine Baumwurzel effektiv abzutöten:

Steinsalz

Steinsalz wird u.a. zur Regenerierung der Wasserenthärtung in Spülmaschinen eingesetzt. Und es wird auch als Auftausalz (Streusalz, Tausalz) genutzt. Allerdings besteht nicht jedes handelsübliche Streusalz aus Steinsalz, hierfür wird auch normales Kochsalz verwendet. Nicht umsonst wurde der Einsatz von Streusalz für Privatpersonen in Deutschland vielerorts stark eingeschränkt. Denn das Salz, dass für Sicherheit bei Glätte und Eis sorgen kann, ist eben nicht sehr umweltfreundlich. Auswirkung Streusalz auf Straßenbäume.
Nach einer chemischen und physikalischen Reinigung ist Steinsalz übrigens auch als Speisesalz verwendbar.

Bittersalz

Schwefelsäure hat zwei Magnesiumsalze. Zum einen Magnesiumsulfat (MgSO4) und Magnesiumhydrogensulfat Mg(HSO4)2. Dann gibt es noch Magnesiumsulfat-Heptahydrat MgSO4·7 H2O. Dieses tritt auch als Mineral Epsomit auf und hat wegen seinem bitterem Geschmack den Trivialnamen Bittersalz erhalten. Magnesiumsulfat wird als Düngemittel aber eben auch als Trocknungsmittel eingesetzt.

Epsomit

Epsomit ist auch als Bittersalz bekannt oder eben als Magnesiumsulfat-Heptahydrat.