Baumstumpf ausbrennen

Da ein Baumstumpf aus Holz ist, liegt ja eigentlich die Idee nahe, ihn auszubrennen. Und so die Wurzeln und ihr Beiwerk mit Stumpf und Stiel loszuwerden.

Kurzanleitung Baumstümpfe ausbrennen

Die Anleitung zum ausbrennen eines Baumstumpfs klingt ganz einfach. Man bohrt mehrere Löcher in den Baumstumpf, füllt diese mit entsprechend brennbaren Material und brennt das ganze dann ab.

Ausbrennen ist nicht ratsam

Aber das Ausbrennen von Baumstümpfen ist alles andere als ratsam. Zum einen klingt die Anleitung einfacher, als die ganze Ausbrennerei wirklich dann ist. Und schon aus Gründen des Umweltschutzes ist es keine Gute Idee, einen Baumstumpf und die Wurzel auszubrennen. Dagegen spricht zum einen die Rauchentwicklung und eben, dass brennbare Material, mit dem die Löcher gefüllt werden sollen. Hier greifen Laien oftmals zu den falschen Brandbeschleunigern und nutzen zum Beispiel Petroleum. Petroleum brennt aber nicht nur gut, es kann auch noch den ganzen Boden rund um den Baumstumpf-Rest versuchen.

Hier aber der Vollständigkeit halber eine Kurz-Anleitung Baumstumpf ausbrennen – etwas ausführlicher, als die Anleitung oben, dennoch sollte man überlegen, ob es nicht noch andere Mittel und Wege gibt, den Baumstumpf zu entfernen.:

Anleitung Baumstumpf ausbrennen

Achtung! Diese Methode ist nicht ganz ungefährlich!

  • Es werden mehrere große und vor allem auch tiefe Löcher senkrecht oder auch leicht schräg in den Baumstumpf gebohrt.
  • Die Löcher sollten recht tief in den Stumpf hinein gehen.
  • Gefüllt werden die Löcher mit einer zähen Paste, die aus Salpeter (Natriumnitrat) und Petroleum angemischt wird.
  • Die Mischung wird angezündet.
  • Der so entstandene Schwelbrand soll den Baumstumpf nun von innen ausbrennen.

Statt Petroleum wird manchmal auch Diesel verwendet. Und statt selbst eine Paste aus Petroleum und Salpeter anzurühren kann man auch Brennpaste (zum Beispiel von Fondue und Co.) nehmen.

Nachteil der Ausbrenn-Methode

Die Methode den Baumstumpf auszubrennen hat gleich mehrere Nachteile, die man beachten sollte. Schließlich ist eine schöne Oberfläche das eine, aber um jeden Preis?

  • Es bleibt ein mehr oder weniger großer verkohlte Rest übrig. Da dieser mit Holzkohle belegt ist, verrottet dieser schlecht. Er muss also meist dann wieder in Eigenarbeit entfernt werden und wohl auch wieder graben.
  • Diese Methode einen Baumstumpf zu beseitigen ist nicht ungefährlich.
  • Die Methode ist zudem recht umweltschädlich.

Man sollte auch beachten, dass es zwar nach einer sauberen und einfachen Sache klingt, den Baumstumpf einfach auszubrennen, dass es aber gar nicht so einfach ist und nach dem Verbrennen noch eine Menge Feinarbeit auf einen wartet.

Da man hierfür auch Löcher bohren muss, sollte man überlegen, ob man nicht doch etwas mehr Zeit hat und die Löcher statt mit Petroleum-Paste lieber mit Kompost füllt und so die natürliche Verrottung zu beschleunigen. Ungefährlicher ist es außerdem, die Löcher mit Baumstumpf-Ex zu füllen, statt mit Brennpaste.